10 disruptive Geschäftsmodelle

10 disruptive Geschäftsmodelle
Die Gesellschaft hat sich daran gewöhnt, dass im Internet alles kostenlos verfügbar ist.
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Die Gesellschaft hat sich daran gewöhnt, dass im Internet alles kostenlos verfügbar ist. Informationen sowie Dienstleistungen sind für jeden und jederzeit frei verfügbar. Wie kann man trotzdem in der digitalen Welt, Geld mit einer Dienstleistung oder einem Produkt verdienen? Welche disruptiven Geschäftsmodelle nutzen Firmen aus dem Silicon Valley?

Im Zuge der Digitalisierungswelle werden nach und nach alle Branchen von einer Disruption getroffen. Mit der Disruption wird eine Art Störung bezeichnet, welche bestehende konventionelle Geschäftsmodelle oder Angebote durch eine digitale Innovation ablöst oder versucht vom Markt zu drängen.

 1. Das Abo-Modell (Subscription Model)
Ein Produkt oder eine Dienstleistung, welche normalerweise einmalig zu einem grossen Betrag angeboten wird, ist nun als Abonnement in kleinen Raten zu erwerben. Der Konsument erfährt einen „Lock-in“ Effekt, da er nur Zugang zu der Leistung oder dem Produkt hat, in dem Zeitraum, in welchem er das Abo besitzt.  Zum Vorteil des Kunden, er hat meinst Zugang zu einer besseren Leistung als beim einmaligen Kauf. Des Weiteren profitiert er von kostenlosen Erweiterungen sowie Verbesserungen.

Vorreiter: Zeitungen und Magazine
Die bekanntesten Anwender: Netflix, Apple Music, Adobe Creative Cloud,  Amazon Kindle

 

 2. Das Freemium-Modell
Der Konsument erhält den Zugang zu einem digitalen Produkt oder Dienstleistung kostenlos. Dabei soll ihm die Nutzung des Service schmackhaft gemacht werden. Er erhält aber nur die Grundfunktionalität kostenlos. Ein Upgrade auf eine Premium Version mit erweiterter Funktionalität ist jederzeit möglich bzw. wird natürlich empfohlen. In der kostenlosen Version bezahlt der Konsument mit seinen persönlichen Daten. Dieses Geschäftsmodell funktioniert vorwiegend bei Produkten, bei welchen die Grenzkosten für zusätzliche Kunden tiefer sind, als die Kosten für Werbung oder den Wert der persönlichen Daten.

Vorreiter: Softwareunternehmen
Die bekanntesten Anwender: Spotify, LinkedIn, Dropbox

 

3. Das Free-Modell
Das Free Modell ist das wohl bekannteste digitale Geschäftsmodell. Für viele aber auch das unverständlichste, denn wie kann man mit einer kostenlosen Dienstleistung Geld verdienen?
Im Silicon Valley hört man oft den Satz: „if you’re not paying for the product you are the product“, dies beschreibt das Geschäftsmodell sehr treffend.  Der Konsument bezahlt die Leistung mit seinen persönlichen Daten, welche für die Weiterentwicklung des Produkts, den Weiterverkauf oder zu Werbezwecken verwendet wird. 

Vorreiter: Suchmaschinen
Die bekanntesten Anwender: Google, Facebook, Snapchat

 

4. Das Marktplatz-Modell
Der Marktplatz ist ein interessantes Geschäftsmodell für diverse Branchen, jedoch eines, dass sehr schwer umzusetzen ist. Eine digitale Plattform bringt Verkäufer und Käufer von physischen Produkten zusammen. Sobald eine Transaktion stattgefunden hat, verrechnet der Plattformbetreiber eine Vermittlungsgebühr bzw. Kommission. Der Aufwand für die reine Umsetzung dieses Geschäftsmodells ist nicht sehr hoch. Doch nicht zu unterschätzen ist die Akquisition von Verkäufern sowie Käufern.

Vorreiter: Kleinanzeigen in Zeitungen
Die bekanntesten Anwender: eBay, Apple App Store, AirBnb, Alibaba

 

5. Das Access-over-Ownership Modell (Sharing Economy)
Der zeitliche begrenzte Zugang zu Gütern oder Dienstleistungen, welche normalerweise gekauft bzw. besitzt werden müssen, wird über eine digitale Plattform zur Verfügung gestellt. Der Betreiber der Plattform als Schnittstelle verlangt eine Kommission für die Vermittlung. Das Access-over-Ownership Modell gleicht der klassischen Vermietung, jedoch stammen die Güter oder Dienstleistungen oft von Privatpersonen.

Vorreiter: Sharing Economy
Die bekanntesten Anwender: Zipcar, Sharoo, Mila

 

6. Das Warenhaus Modell (engl. Hypermarket)
Dieses Modell wird von bereits mächtigen Brands verwendet. Diese Marken nutzen ihre eigene Marktmacht um Konkurrenten gleich auf mehreren Kanälen gleichzeitig zu bekämpfen. Dies meist indem Sie die eigenen Produkte zeitweise unter den Einstandspreisen anbieten.

Vorreiter: Amazon
Die bekanntesten Anwender: Apple, Amazon, Zalando

 

 7. Das Erlebnis Modell (engl. User Experience)
Das Produkt oder der die Dienstleistung bringt ein hohes Level an Qualität mit. Dazu muss das ganze Erlebnis für den Konsumenten in Perfektion funktionieren. Der Kunde schätzt das Erlebnis und ist bereit einen hohen Preis dafür zu bezahlen.

Vorreiter: Apple
Die bekanntesten Anwender: Tesla, Apple, KLM, Tomorrowland, Disney World

 

8. Das Pyramiden Modell
Der Aufbau eines Netzwerks von Resellern und Affiliates, welche die Dienstleistung oder das Produkt bewerben. Diese Reseller werden auf Provisionsbasis bezahlt.

Vorreiter: William J. Tobin
Die bekanntesten Anwender: Amazon, Microsoft, allg. Online Händler

 

9. Das Auf-Anfrage Modell (engl. On-Demand)
Man versucht Zeit direkt zu monetarisieren. Konsumenten erhalten sofortigen Zugang zu einer Dienstleistung, welche von jemand anderem zur Verfügung gestellt wird. Menschen mit Geld aber ohne Zeit bezahlen für eine Leistung von jemandem mit Zeit aber wenig Geld. Der Betreiber bzw. Vermittler verrechnet wiederum die Kommission für die Vermittlung.

Vorreiter: Uber
Die bekanntesten Anwender: Uber, Upwork, Fiverr

 

10. Ökosystem Modell
Man versucht mit den Produkten und Dienstleistungen ein eigenes kleines Ökosystem zu schaffen. Einzelne Produkte sind voneinander abhängig oder schaffen nur in gemeinsamer Verwendung einen grossen Mehrwert für den Konsumenten. Je mehr Produkte der Konsument aus dem gleichen Ökosystem besitzt, desto grösser ist sein erhaltener Mehrwert. Der Konsument wird somit immer stärker vom Ökosystem abhängig.

Vorreiter: Apple und Google
Die bekanntesten Anwender: Google, Apple (Apple Ökosystem, Android Ökosystem)

 

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