Tatort: Ich töte niemand

Tatort: Ich töte niemand
Ein Kommissar mit Hang zur übertriebenen Dramaturgie und eine Geschichte die es primär auf den gesellschaftlichen Auftrag abgesehen hat.
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Bevor wir uns auf den gestrigen Tatort beziehen möchten wir an dieser Stelle etwas loswerden. Etwas, das uns seit einiger Zeit unter den Nägeln brennt. Wir schreiben den 30. Dezember 2012. Ein Datum, das einem als waschechten Münchner, bzw. Münchnerin für immer in Erinnerung bleibt. Es läuft die Erstausstrahlung des Münchner Tatortes «Der tiefe Schlaf». Unserem Lieblingsermittlerduo aus München wurde damals ein etwas zappeliger und theatralisch wirkender Ermittler zur Seite gestellt. Dieser stirbt gegen Ende des Krimis den Serientod. Eingefleischte Tatortfans wissen von wem die Rede ist. Wir sprechen von Fabian Hinrichs, heute Tatortkommissar in Franken.

 

Es hätte einfach nicht sein müssen. Wäre Fabian Hinrichs als Mörder hingeschieden, kein Problem. Aber als Ermittler zu sterben um einen Steinwurf später aus dem schönen Franken die Wiederauferstehung zu durchleben. Naja. Das ist selbst für echte Münchner zu fromm. Kommt hinzu, dass Fabian Hinrichs, der in Franken als Felix Voss unterwegs ist, exakt gleich kribbelig gespielt wird wie damals in München. Nichts gegen die schauspielerische Leistung. Felix Voss ist durch seine Nervosität und Ungeduld zwar schwer zu ertragen, aber seine schauspielerische Leistung ist Extraklasse! Reschpekt! Aber nochmals: Man kann doch nicht den Serientod sterben um etwas später unter neuem Namen - aber in derselben Serie - wieder auf Verbrecherjagt zu gehen. Bei Chuck Norris würden wir es akzeptieren, nicht aber beim Tatort.

 

Nun gut, wir wollten das einfach mal gesagt haben. Nun aber zum gestrigen Tatort. Wer wissen will wie es lief muss sich das Ganze selber in der Wiederholung ansehen. Leider haben wir uns schon bei der Vorschau negativ beeinflussen lassen. Rund 40 Minuten hat unsere Geduld gehalten. Dann haben wir uns für individuelle Literatur entschieden und gegen das Ende dieses Tatorts.

 

Wenn der gesellschaftliche Auftrag und die mediale Belehrung wichtiger sind als die kriminalistische Spannung, dann wählen wir lieber den roten Knopf auf der Fernbedienung. Es tut uns leid, dass wir unseren Abonnenten keinen besseren Bericht liefern können. Aber wie würde FDP-Lindner sagen: Lieber nichts schreiben als falsch schreiben. Für alle die den Tatort sehen wollen empfehlen wir die Seite www.daserste.de.

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